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Nahrungsmittelallergien

Lebensmittel wie Fisch, Erdnüsse oder bestimmte Früchte können bei manchen Personen eine allergische Reaktion hervorrufen. Mehr zu möglichen Symptomen wie Juckreiz, Durchfall, Übelkeit, zu Allergietests und Therapien
aktualisiert am 21.06.2016

Allergieauslöser: Nüsse, Milch, aber auch verschiedene Obst- und Gemüsesorten können sensibilisierten Personen Probleme bereiten

W&B/Winfried Fischer

Was ist eine Nahrungsmittelallergie?

Kuhmilch, Hühnerei, Fische und Nüsse zählen zu den wertvollsten Nahrungsmitteln des Menschen – können aber auch Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Die Symptome einer solchen Reaktion reichen von Hautveränderungen, Übelkeit und Durchfall bis hin zu Atemnot und Kreislaufversagen mit Todesfolge.

Werden diese Symptome durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems verursacht, handelt es sich um eine Nahrungsmittelallergie. In Deutschland leiden etwa vier bis sechs Prozent der Kinder und zwei bis drei Prozent der Erwachsenen an einer solchen Allergie.

UNSERE EXPERTIN: Professor Dr. med. Margitta Worm, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie

W&B/Privat

Um eine Nahrungsmittelallergie zu diagnostizieren sind Haut- und/oder Bluttests notwendig. Mit einer oralen Provokation kann der Allergieauslöser dann dingfest gemacht werden. Dabei erhält der Betroffene das fragliche Nahrungsmittel in steigenden Mengen zu schlucken, während die Reaktion darauf von einem Arzt überwacht wird. Weil dabei auch lebensbedrohliche Symptome auftreten können (Atemnot, Kreislaufversagen), sollte eine orale Provokation nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Die Provokation kann bei eindeutiger Vorgeschichte unterbleiben, etwa wenn wiederholt kurz nach dem Genuss beispielsweise von Nüssen allergische Reaktionen aufgetreten sind.

Ist ein Nahrungsmittel als Allergen und Auslöser der Beschwerden identifiziert, besteht die Therapie darin, es zu meiden. Handelt es sich um ein häufig verzehrtes Lebensmittel, muss durch andere Nahrungsmittel ersetzt werden ("Ersatz statt Verzicht"). Eine Ernährungsberatung ist hier sinnvoll und unterstützend.

Wenn schwere allergische Reaktionen aufgetreten sind (Luftnot und / oder Kreislaufprobleme) sollten die Betroffenen stets ärztlich verordnete Notfallmedikamente mit sich führen, um bei versehentlichem Genuss des allergieauslösenden Nahrungsmittels einer lebensbedrohlichen Reaktionen vorzubeugen.

Allergien im Säuglings- und Kindesalter verlieren sich nicht selten mit den Jahren. Allergien, die bis ins Erwachsenenalter andauern oder dann erst auftreten, können ein Leben lang anhalten.

Neben der Nahrungsmittelallergie gibt es weitere Ursachen für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Zu diesen Ursachen zählen beispielsweise ein Mangel an bestimmten Enzymen, eine Zusatzstoffintoleranz oder – wie im Falle der Zöliakie – eine Autoimmunerkrankung.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


Bildnachweis: W&B/Winfried Fischer, W&B/Privat
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